Schlösser in Tirol

Sie ragen in den tiefblauen Himmel und sind schon von weitem zu sehen – zahlreiche Burgen erstrecken sich über ganz Nord- und Osttirol.

Historische Mauern, Verteidigungskorridore, Portraitgalerien, alte Herrenhäuser und wunderschöne Schlosskapellen entführen Sie in die Vergangenheit. Vom Schloss Landeck in Landeck bis zum kaiserlichen Hof von Innsbruck und Schloss Bruck bei Lienz in Osttirol – hier sind einige der Schlösser, die Sie besuchen sollten

Burg Hasegg ist eine Burg und Münzstätte in Hall in Tirol

Der Bau wurde bald nach 1300 abgeschlossen, als Hall schnell zum Zentrum des Tiroler Handels und Salzbergbaus wurde. Das Gebäude wurde ursprünglich zum Schutz der Salzminen, der Schifffahrt, der Brücke über den Inn und der alten Römerstraße errichtet. Die Münzstätte der Burg wurde 1477 von Sigismund, Erzherzog von Österreich, gegründet. Die erste dollargroße Silbermünze wurde 1486 geprägt: der Guldengroschen.

Als Ferdinand II., Erzherzog von Österreich, die alte Münze 1567 vom Schloss Sparberegg nach Hasegg bringen ließ, erlebte Hall einen entscheidenden Aufschwung. Zwischen 1748 und 1768 wurde das Schloss Hasegg allgemein berühmt für die Prägung von Silbertalern, von denen es über 17 Millionen Exemplare produzierte. Der Thaler, eine Silbermünze, die fast vierhundert Jahre lang in ganz Europa verwendet wurde, wird in verschiedenen Währungen als ”Dollar” oder ”Tolar” bezeichnet.

Wegen der Napoleonischen Kriege und des zunehmenden Mangels an lokalen Silbervorkommen wurde 1806 die Produktion eingestellt.

Die Münzstätte im Schloss Hasegg ist heute ein Museum und für die Öffentlichkeit zugänglich. Von Zeit zu Zeit werden Demonstrationen historischer Prägungstechniken gezeigt. Das Schloss selbst ist ein Beispiel der frühgotischen Tiroler Festungsarchitektur. Das spitze Dach des Münzturms besteht aus stark angelaufenem Kupfer.

Schloss Freundsberg

Das Schloss Freundsberg beherbergt das Museum der Stadt Schwaz und ist ein sehr beliebter Ort für Hochzeiten.

Im Süden von Schwaz steht die Burg Freundsberg auf einem steilen Hügel. Die Burganlage stammt aus dem Jahr 1150 und war einst der Hauptsitz der Ritter von Freundsberg. Zunächst gab es einen Wohnturm, in dem heute Teile der Originalfresken zu bewundern sind, aber als Sigismund, Erzherzog von Österreich, im 15. Jahrhundert Schloss und Hof kaufte, ließ er es wieder umbauen. Die wunderschöne Schlosskirche der Spätrenaissance wurde in den Jahren 1634-1637 dem Komplex hinzugefügt.

Seit 1812 ist die Stadt Schwaz im Besitz der Burganlage, in der 1948 das Volkskundemuseum eingeweiht wurde. Ein sehr geeigneter Ort! Das Museum bietet einen interessanten Einblick in die kulturelle und ökologische Entwicklung der Silberstadt. Es erzählt Geschichten über den Bergbau in Schwaz, die Schützen, und im Obergeschoss führt es Sie in die Zeit von Sigismund von Österreich. Die Schlosskirche der Renaissance ist mit schönen Altären und Statuen sowie einem Fresko mit den vierzehn Heiligen der Auxiliaren geschmückt.

Das Schloss enthält auch eine Taverne, die ideal für Feiern in einem ritterlichen Ambiente ist. Verwöhnen Sie Ihren Gaumen mit Rippchen und gebratenen Schweinshaxen oder genießen Sie einfach den Tag mit einem guten Glas Wein, einem Kaffee oder hausgemachten Kuchen. Von der Terrasse der Burgruine hat man einen atemberaubenden Blick auf die Stadt!

  • Charakteristik: Museum der Stadt Schwaz, ein beliebter Ort für Feste und Veranstaltungen
  • Öffnungszeiten des Frühlings: im März 2018, von Dienstag bis Sonntag von 11.30 bis 17 Uhr

am 14. und 16. März wegen Dreharbeiten geschlossen!

  • Öffnungszeiten im Sommer: von April bis Oktober 2018, von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr
  • Burg Taverne geöffnet von 11.30 bis 22.00 Uhr
  • Winteröffnungszeiten: von November bis Dezember 2018, von Dienstag bis Sonntag von 11.30 bis 17 Uhr
  • Ticket (Erwachsene): 3,50 Euro

Schloss Tratzberg

Auf einem Hügel zwischen Jenbach und Schwaz hoch über dem Inntal gelegen, wurde diese imposante Burg erstmals im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Sie wurde ursprünglich gebaut, um die Grenze zu Bayern zu verteidigen. Erbaut von der Fugger-Familie, einer Händlerdynastie, wurde sie zum Inbegriff einer Tiroler Burg aus dem 16. Jahrhundert, die stolz an die Tiroler Vergangenheit erinnert und den mittelalterlichen Glanz widerspiegelt, in dem der Adel von einst lebte.

Wenn Sie durch die gewölbten Hallen der prächtigen Burg Tratzberg gehen, erfahren Sie mehr über die Familien, die hier lebten. Der reich verzierte Habsburger Saal mit dem gewaltigen Stammbaum des Hauses Habsburg, der gotische Fugger-Salon, das Königszimmer, wertvolle Kunstwerke und Gemälde sowie der eindrucksvolle Arkadenhof erwarten Sie. Für Kinder werden spezielle Führungen organisiert, an denen sie mit kostümierten Führern, die die Geheimnisse und Skandale des Burglebens offenbaren, an der lebendigen Interpretation teilnehmen können. ”Tratzi” und ”Adele”, die Maskottchen der Burg, laden die Kleinen zu einem Quiz ein, in dem es viele Aufgaben gibt, die neugierig machen. Die Sehenswürdigkeiten, Szenen und Klänge von Schloss Tratzberg und seiner Umgebung schaffen es, Sie in die Atmosphäre vergangener Zeiten zu versetzen.

Festung Kufstein

Die Festung Kufstein mit ihrem Open-Air-Areal Josefsburg, auch Arena genannt, bietet modernste Technik, die auch bei schlechtem Wetter Aufführungen ermöglicht, da hier ein riesiger Schirm geöffnet wird. Auch Hochzeiten, Präsentationen und Seminare finden an diesem Ort statt. Sie erreichen die Festung entweder über die Standseilbahn ”Kaiser Maximilian” oder zu Fuß über den überdachten Treppenaufgang. Übrigens: Hunde sind in der Festung zugelassen, im Gasthaus der Festung bekommen sie auch frisches Wasser. Im Museum ist jedoch Ihr vierbeiniger Freund nicht zugelassen!

  • Charakteristik: das Wahrzeichen der Stadt, 3 Museen: Heimatmuseum, ehemaliger Zellenflügel im Kaiserturm, Museum im Bürgerturm
  • Sommeröffnungszeiten: vom 24. März bis 2. November 2018, täglich von 9 bis 18 Uhr – Ticket (Erwachsene): 12,00 Euro, Familienkarte verfügbar
  • Winteröffnungszeiten: vom 3. November 2018 bis März 2019, täglich von 10 bis 17 Uhr – Ticket (Erwachsene): 10,00 Euro, Familienkarte verfügbar